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Ist Hypnotherapie dasselbe wie Hypnose? Nein – besonders dann nicht, wenn Sie unter Hypnose verstehen, dass jemand fremd gesteuert Dinge tut oder sagt, an die er sich später nicht mehr erinnert. Bin ich in Trance „weg“ – also bewusstlos? Nein. Dieser bewusst selbst herbeigeführte Zustand ähnelt einem ganz entspannten Tagträumen. Man kann währenddessen sprechen oder ihn ganz einfach unterbrechen um auf Toilette zu gehen etc. |
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Was ist Hypnotherapie? Hypnotherapie wie ich sie anbiete, ist „selbstorganisatorische Hypnose“, d. h. meine Klienten lernen, wie sie ohne fremde Hilfe einen Entspannungszustand, eine leichte Trance, herstellen können (vergleichbar mit dem Zustand vor dem Einschlafen oder dem Tagträumen). In diesem Zustand sind wir durch die verstärkte Nutzung der (kreativen) rechten Gehirnhälfte in der Lage, Probleme leichter zu lösen, als das im Alltagsbewusstsein möglich ist. Ich wünsche mir eine tiefe Trance, wie eine Vollnarkose, in der alle meine Probleme „weghypnotisiert werden“. Leider funktioniert das so nicht. Aber bereits in leichter Trance hält sich das Bewusstsein so weit im Hintergrund, dass wir mit inneren Bildern – der Sprache des Unbewussten – kreativ am Problem, bzw. seiner Lösung arbeiten können. Gleichzeitig weiß der Klient nach der Sitzung, welche Lösungen und Zusammenhänge er sich erarbeitet hat. Das erhöht die innere Kontrolle und die Fähigkeit, Konflikte zwischen Unbewusstem und Bewusstem zu lösen. Zudem wird das Selbst-Bewusstsein gefördert. Woher weiß ich, ob ich hypnotisierbar bin? Das Spektrum unseres Bewusstseins reicht vom Wachen über Dösen bis zum Schlafzustand mit Tief-, Leichtschlaf und REM-Phasen. Die leichte Trance ist zwischen Wachen und Schlafen, etwa im Bereich des Einschlafes anzusiedeln. Sofern Sie Ihrem Behandler/ Ihrer Behandlerin vertrauen, können Sie sicher sein, diesen Zustand mit wenig Übung zu erreichen und ihn höchstwahrscheinlich zu genießen. Woher kommen eigentlich meine Symptome? Wenn jemand eine Angstsymptomatik, eine Depression oder ein anderes Symptom entwickelt, handelt es sich in den allermeisten Fällen um den Ausdruck eines UNBEWUSSTEN Konflikts, der durch das Symptom auf unbefriedigende Weise gelöst wird. Symptome drücken in verschlüsselter Weise aus, dass unsere Lebensweise nicht unseren tiefsten Bedürfnissen entspricht. Deshalb ist es wichtig Symptome zu verstehen, anstatt sie zu unterdrücken, so gerne man sie auch einfach nur „wegmachen“ würde. Im letzteren Fall hat man häufig mit einer so genannten „Symptomverschiebung“ zu tun (statt zu rauchen beginnt man mehr zu essen, oder aus vereinzelten Zwängen werden Panikattacken, aus einer Depression wird eine Magersucht etc.). Wie erreiche ich eine spürbare Veränderung? In vielen Fällen ist das bewusste (Kopf-)Verstehen der Zusammenhänge erleichternd. Aber eine spürbare Veränderung des Symptoms erfordert zusätzlich eine Veränderung im Gefühl. Hierzu ist Hypnotherapie besonders gut geeignet, da wir durch den Einsatz der inneren Bilder (und Integration vieler Techniken aus verschiedenen Therapieansätzen) Gefühle besonders gut ansprechen. Lösungen werden dadurch nicht nur „denk-bar“ , sondern vor allem „spür-bar“. Wie kommuniziert das Unbewusste? Das Unbewusste drückt sich in einer bildhaften Symbolsprache aus, die wir alle aus Träumen kennen. Stellen Sie sich die Symbolsprache des Unbewussten wie die Benutzeroberfläche eines PC vor. Auf dem Bildschirm ziehen Sie ein Dokument quer über den Bildschirm und „werfen“ es in einen Papierkorb. Es gibt in der dargestellten Form von erleuchteten Pixeln weder den Papierkorb, noch das Dokument, es handelt sich lediglich um Icons/Symbole. Trotzdem benutzen wir sie, denn über die Icons üben wir eine bestimmte und beabsichtigte Wirkung auf die dahinter verborgenen Inhalte auf der Festplatte aus – und genauso arbeiten wir in der Hypnotherapie. Wir benutzen die angebotene Benutzeroberfläche der inneren Bilder, um auf unbewusste Überzeugungen, Einstellungen und Konflikte zu wirken. Wie wirkt unsere Vorstellungskraft? Unser Gehirn unterscheidet in gewissen Bereichen nur sehr unscharf zwischen Realität und Phantasie. Wenn Sie sich z. B. vorstellen, wie Sie in eine saftige, gelbe Zitronescheibe hinein beißen, sich vorstellen wie die Säure sich im Mund ausbreitet, dann bemerken sicherlich bald erhöhten Speichelfluss. Manche Menschen brauchen nur an Kopfschmerzen oder an Ängste zu denken und schon sind sie da. Dieses Prinzip ist mit etwas Übung (sofern es keine unbewussten Einwände gegen Wohlbefinden gibt) auch in erfreulichen Bahnen denkbar und lenkbar. Das Unbewusste ist ein riesiges Reservoir an körperlich wirksamen Vorstellungsbildern. Sie können lernen es gezielt und konstruktiv zu nutzen. Kann man mit Hilfe von Hypnose auch Traumata heilen? Ja, das ist grundsätzlich möglich, aber da hier die individuelle Einschätzung ausgeprochen wichtig ist, informiere ich Sie darüber lieber individuell in einem Telefongespräch. Grundsätzlich gilt, dass Monotraumata anders behandelt werden müssen als Komplextraumata und dass in jedem Fall eine Retraumatisierung verhindert werden muss. Besonders wichtig ist auch die Auflösung der lange nach dem Trauma anhaltenden Selbstwahrnehmung als Opfer (Opferhaltung), die einem selbst bestimmt gestalteten Leben im Wege steht. |
